Reiseandenken

Reiseandenken

„Souvenirs, Souvenirs, kauft ihr Leute, kauft sie ein. Denn sie sollen wie das Salz in der Lebenssuppe sein…“ sang Bill Ramsey bereits Ende der 1950er Jahren. Und bis heute gilt Urlaubszeit ist Reisezeit ist Zeit fürs Souvenir.

Souvenirs sind Erinnerungsstücke oder Mitbringsel für Daheimgebliebene und mehr als ein schnell geschossenes Foto für Whatsapp: Tassen, T-Shirts, diverse Kopfbedeckungen, Aschenbecher, Schlüsselanhänger, Schneekugeln, Salz- und Pfefferstreuer, Stocknägel, umgeprägte Münzen oder verfremdete Banknoten, Magnete mit dem Namen des besuchten Ortes oder (landes-)typischen Motiven um nur einige zu nennen. Ein Souvenir kann, muss aber nicht käuflich erworben werden – manchmal geht einfach eine „Kleinigkeit“ mit – ein Stein oder etwas Sand vom Strand, die vom Hotel zur Verfügung gestellten Badeschuhe oder Handtücher. Souvenirs samt ihrer wirtschaftlichen Bedeutung sind nicht wegzudenken aus Touristen- und Wallfahrtsorten. Magnete aus aller Welt am Kühlschrank daheim zeugen von der Reisefreudigkeit oder -sehnsucht des Besitzers, der feine Sand in der Wasserflasche erinnert im Winter an sommerliche Strandtage im Süden. Neben den üblichen weltweit verkauften Souvenirs mit austauschbaren Namen und Motiven findet heute „Typisches“ und „Originales“ seine Fans. Die Salzburger Mozartkugel, Fleur de Sel aus der Bretagne, ein Paar Beak Shoes (Schnabelschuhe aus Rentierleder) aus Lappland gehören hierzu. Und alle erzählen eine eigene Geschichte.

Auch Museen interessieren sich für Souvenirs und ihre Bedeutung im Alltag. So gestalteten 2006 das Museum für angewandte Kunst, das Museum für Kommunikation in Frankfurt sowie zwei Universitäten eine Ausstellung mit Untersuchungen zur „Dingkultur und Erinnerungsforschung“. 2020, dem Jahr, als Reisen plötzlich für viele nicht mehr möglich ist, werden Souvenirs in einem Beitrag unter dem Titel „Was uns Souvenirs in Corona-Zeiten bedeuten“ gewürdigt.

Die Sammlung des Salzburger Freilichtmuseums beinhaltet eine erstaunliche Fülle an Erinnerungsobjekten. Leider ist in vielen Fällen nicht mehr festzustellen, wer sie wo erworben hat. Es sind Souvenirs aus Salzburg dabei – der Teller mit Salzburger Sehenswürdigkeiten und dem aus dem Souvenirhandel nicht wegzudenkenden Mozart – aber ebenso das Kästchen mit Muscheln aus Italien oder ein Flaschenöffner mit einem Abbild des Kölner Doms. Was uns noch fehlt in dieser besonderen, erinnerungswürdigen Zeit ist ein Souvenir-Mund-Nasen-Schutz.

Kunst oder Kitsch, das liegt im Auge des Betrachters.

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