Küchentonnen aus Großmutters Zeiten

Blumenschale

Vorräte – nicht nur praktisch, sondern auch hübsch verpackt

Auch wenn die Geschäfte jetzt wieder öffnen, alle gelernt haben, dass „Hamstern“ unnötig ist, werden vermutlich weiterhin Vorräte angelegt. Moderne Vorratshaltung in Form von Tiefkühltruhen und Biofresh-Fächern im Kühlschrank neben haltbaren ultrahocherhitzen Milchprodukten oder Großpackungen raffinierten Weißmehls macht es möglich!

Die Supermarktregale sind voll mit Varianten der immer gleichen Produkte, fertig portioniert und abgepackt. Im Tante-Emma-Laden der Großeltern, beim Kramer um die Ecke war das noch anders. Hier war lose Ware gefragt. Individuell abgefüllt und daheim aufbewahrt in ansprechend gestalteten Gefäßen mit Deckeln.

Solche Vorratsbehältnisse gibt es auch in der Sammlung des Freilichtmuseums. Sie sind aus emailliertem Blech, aus Glas, manchmal sogar aus Porzellan. Meistens finden sich Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch solche aus Steingut. Diese Art der Gefäßkeramik konnte kostengünstig industriell hergestellt werden, je nach gerade gültigem Zeitgeschmack wurden die Farben und Dekore einfach dann und wann verändert. Ganze Serien von zusammenpassenden Dosen, kleine und große, ergänzt um – welch ein Luxus! – Flaschen für Essig und Öl standen der Hausfrau und Köchin zur Verfügung. Sie befanden sich auf der oder in der Kredenz oder in eigenen, passenden Gewürzstellagen. Um einer Verwechslung des Inhalts vorzubeugen, sind alle Teile individuell beschriftet. Zu den gebräuchlichsten Zutaten bis weit ins 20. Jahrhundert gehören natürlich Salz, Zucker und Mehl, Gries, Nudeln und Reis, Bohnen und Erbsen, Kümmel ist immer dabei, ebenso „Zimmt“, diverse Gewürze, einzeln benannt – Pfeffer, Nelken, Paprika – oder einfach nur als „Gewürz“ bezeichnet.

Die Vorratsbehälter sind unterschiedlich groß, Gewürze – kostbar, sparsam verwendet – in der kleinen, Mehl hingegen in der großen Dose. Einmal grafisch-klar gestaltet, dann wieder mit Blumenmuster im Spritzdekor oder als Schablonenmalerei, entsprechend die Schriftart. Für jeden Geschmack das passende Design!

Wenn auch nicht zu vergleichen mit der Haltbarkeit und Dichtheit von Kunststoffgefäßen aller Art in der Küche der modernen Hausfrau – versteckt wie heute hinter den Türen Küchenhänge- und -hochschränke wurden Großmutters „Küchentonnen“ jedenfalls nicht. Wie man in der Stube des „Lohnergütls“ im Freilichtmuseum sehen kann.

 

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