Heuschwanz

Heuschwanz

Im Heu – steil am Hang unterwegs

Ein weiteres, recht sperriges landwirtschaftliches Gerät in der Sammlung des Freilichtmuseums ist ein sogenannter „Heuschwanz“ oder Heuschieber.

Der Erntehelfer besteht aus einer aus Eisen gefertigten Röhren- und Flacheisenkonstruktion für die Dreipunkthydraulik eines Traktors. An der Unterkante der Konstruktion sind sieben spitz zulaufende, hohle Zinken mit einer Länge von jeweils 235 cm eingeschraubt. Zur Sicherung der Ladung während des Transportes befindet sich auf dem Rahmen ein beweglicher Niederhalter.

Verwendet anstelle eines Ladewagens bewegt der Traktor im Rückwärtsgang die Zinken des Heuschwanzes so in das Mähgut, das dieses relativ mühelos zusammengeschoben auf einem großen Haufen als ganze Ladung eingebracht werden kann. Das bearbeitete Gelände darf dabei zwar steil, aber nicht zu buckelig sein, damit sich die spitzen Zinken nur in das gemähte Heu oder Gras, nicht aber in den Boden schieben. Ein Zusammenzeilen des Ernteguts kann bei der Arbeit mit dem Heuschieber entfallen.

Bis in die 1960er Jahre war der Heuschwanz als landwirtschaftliches Hilfsgerät durchaus verbreitet eingesetzt. Später übernahmen Ladewagen und Ballenpressen vielfach dessen Arbeit. Im Alpenraum hält sich das Gerät bis heute als Gebrauchtobjekt, aber auch individuell angefertigt neu im Landtechnikhandel zu erwerben. Seine Vorteile nennt ein Anbieter „leichter als ein Wenderechen, um einiges kostengünstiger und zuverlässiger, da es technisch unempfindlicher ist“. Das Fabrikat im Freilichtmuseum ist ein Produkt des norwegischen Unternehmens Kverneland AS, das sich auf die Herstellung von landwirtschaftlichen Anbaugeräten spezialisiert hat. Es wurde in den 1970er Jahren bereits gebraucht erworben und bei der Heuernte auf ca. 5 ha Wiesenfläche in Hof statt eines Ladewagens bis 2009 eingesetzt. Mit einem Heuaufzug wurde das lose Erntegut am Hof schließlich mit einem Heuaufzug auf den Heuboden befördert.

Zu sehen ist der Heuschwanz in der Tenne des Waagerstalls PI 12.

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