Die Kochkiste

Kochkiste

Wie ist das z. B. mit dem täglichen Kochen in der eigenen Küche, statt essen zu gehen, in der Kantine mit KollegInnen oder SchulfreundInnen zu sitzen oder das Lieblingsessen liefern zu lassen? Den Griff zum Kochbuch – analog oder digital – heute schon geplant? Die zur Verfügung stehende Zeit macht es möglich.

Und dann ab mit den Speisen in die Kochkiste. „Es gibt wohl selten einen Gegenstand im Haushalt, der weniger bekannt und weniger im Gebrauch ist als die Kochkiste, obwohl sie nur Vorteile bietet. Die hauptsächlichsten sind: einfache Herstellung, kein Brennmaterial, Zeitersparnis, kein Anbrennen, kein Überlaufen, Schonung der Speisen, die nicht stark sieden sollen.“ So heißt es in einem Werbeprospekt aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Mitgeliefert wird gleich eine Bauanleitung mit dem Hinweis, dass das gute Stück nicht nur ein praktisches Küchengerät, sondern wunderbar als Stockerl oder Bank genutzt werden könne – zur Zierde der Küche.

Und wie funktionierte dieses Wunder der guten alten Küchentechnik mit Energiesparpotenzial? Man ließ die Speisen auf dem Herd ankochen, stellte sie anschließend in die Kochkiste, füllte mit Dämmmaterial – fest gestampfte Holzwolle, Heu, Stroh oder Stoffresten – auf, und verschloss Topf und Kiste gut. Fertig! Die Speise wurde auf diese Weise ohne Energieaufwand von selbst fertig.

„Wer die Kochkiste, diese wohltätige Helferin in der Küche, jemals ausprobiert hat, wird sie nie mehr vermissen wollen.“

Und wer sich diese praktische Hilfe heute in die Küche holen möchte, dem sei ein Blick in die unerschöpflichen Tiefen des Internet empfohlen. Kochkisten sind in! Aus der Not heraus entstanden, heute ein Beispiel für Nachhaltigkeit.

Im Freilichtmuseum steht im Mannschaftsraum des Mauthauses von der Großglockner Hochalpenstraße eine derartige Kiste. Sie diente den Straßenarbeitern zum Fertiggaren und Warmhalten der von daheim mitgebrachten Speisen.

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