Volksfrömmigkeit

Volksfrömmigkeit

Unter dem Dach eines Bergheimer Bauernhauses sieht man einen Palmbuschen, ein Hufeisen und ein Antlaßei. Diese Schutzsymbole sollten alles Böse vom Haus fernhalten. Antlaßeier (Gründonnerstagseier) sind Eier, die am Gründonnerstag – dem Antlaßtag – gelegt und am Ostersonntag in der Kirche geweiht wurden. Man sagte ihnen besondere Kräfte nach: Auf den Dachboden gelegt, sollen sie vor Blitzschlag schützen, im Feld vergraben, Fruchtbarkeit bringen und in den Stall gehängt, vor bösen Hexen schützen.

„Antlaß“ leitet sich aus dem Mittelhochdeutschen „antlâz“ ab und bedeutet Entlassung, Ablass, Lossprechung. Am „Antlaßpfingsta“, also am Gründonnerstag, wurden einst die öffentlichen Kirchenbüßer nach 40tägigem Fasten aus der Buße entlassen.

Die Palmzweige erinnern an den Einzug Jesu in Jerusalem und sind ein wesentliches Symbol des Palmsonntags. Palmbuschen symbolisieren das Leben und sollen an Christus erinnern, sie bringen Segen für Haus und Flur und sollen vor Unwettern und Hagelschlag schützen.

Das Hufeisen sollte das wertvolle Pferd schützen. In allen Ländern, in denen Pferde für Krieg und Arbeit gebraucht wurden, galt das Hufeisen als ein Symbol des Glücks. Wie es aufgehängt gehört, darüber ist man sich uneinig.

Der Salzburger Fotograf Bruno Kerschner hat das Foto bei einem Spaziergang im Jahr 1944 gemacht.

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