Heumandln

Schindelmachen

Heumandln in Koppl

Heumandln oder Heuhiefler dienten der Trocknung von Heu. Der Hiefler ist ein entrindeter, unten zugespitzter junger Fichtenbaum von 2 bis 3 Metern Höhe. Auf die ca. 20 cm langen Astansätze wurde das Gras zum Trocknen gehängt. Das Hiefeln selbst ist eine sehr alte Methode, um bei unsicheren Wetterverhältnissen hochwertiges Heu in den Stadel zu bringen.

Die Hiefler wurden auf der Wiese in einer Reihe mit einigen Metern Abstand in den Boden gesetzt. Zum Vorschlagen der Löcher diente eine Eisenstange, die sogenannte Hieflerstange. Das Heu wurde meist von den Frauen von unten um den Hiefler geschlungen. Am oberen Teil wurde meist von den Männern das Heu mit der Gabel aufgeschlagen. Das Regenwasser rann an der Außenseite des Hieflers ab, meist wurde dieses Heu braunrot, während das Innere des Hieflers grün und in gutem Zustand blieb. So konnte ein Hiefler bis zu drei Wochen auf der Wiese stehen, ohne dass ein Qualitätsverlust des Heus eintrat.

Die Heuernte war eine vielschichtige schwere Arbeit, von deren Gelingen auf Dauer das Fortkommen des Hofes abhing. Schlechtes Heu bedeutete schlechtes Futter für das Vieh, was zu Krankheiten führen konnte. Bei so manchem Bauernhöfen oder Hütten sieht man noch Hiefler stehen, Relikte einer längst vergangenen Zeit.

Das Foto wurde von Franz Klaushofer (1893 – 1942), Hobbyfotograf und Polizeimeister in Salzburg gemacht.

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