Eggen mit „gemischtem Gespann“

Eggen mit „gemischtem Gespann“

Sie sehen hier ein „gemischtes Gespann“, das eine Egge zieht. Im Frühjahr wurden die Wiesen geeggt, um die Scherhaufen (Maulwurfshügel) zu glätten und den Mist zur Düngung einzuarbeiten.

Das Pferd trägt ein Kummet, das ist ein steifer, gepolsterter Ring. Es wird dem Zugtier um den Hals gelegt und verteilt die Zugkraft sinnvoll auf Brustkorb, Schultern und Widerrist (= erhöhte Übergang vom Hals zum Rücken bei Vierbeinern). Beim Ochsen wurde hier ein Stirnjoch an den Hörnern befestigt. Daher kommt auch das Wort „Unterjochung“. Die Tiere hatten eine sehr eingeschränkte Bewegungsfreiheit.

Über Jahrhunderte wurden auch Rinder als Zugtiere eingesetzt. Bei den Kühen verringerte sich dadurch jedoch die Milchleistung, so kamen vielfach Ochsen zum Einsatz. Pferde waren nur reicheren Bauern vorbehalten. Mit ihnen war der Weg zum Feld natürlich einfacher, weil sie viel schneller waren. Die gemischte Anspannung brachte Probleme mit der unterschiedlichen Geschwindigkeit und dem Zugverhalten und verlangte vom Gespannführer viel Erfahrung. Das Pferd musste sich auf die Geschwindigkeit des Rindes einstellen. Aber oft war eben am Hof nur ein Pferd vorhanden.

Das Foto wurde von Sepp Schafleitner in den 1930er Jahren in Zell am Moos gemacht.

 

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