Der Göpel

Der Göpel

Der Göpel war die einfachste Maschine, mit der die Muskelkraft eines Tieres auf eine Achse übertragen werden konnte. Durch die Kraft des im Kreis laufenden Tieres wurde eine Zugbewegung auf einen langen Hebel, an dem die Tiere angeschirrt waren, übertragen. Der lange Hebel ist an einem Ende an einer senkrecht stehenden und an den Enden gelagerten Welle befestigt. Der relativ langsame Gang der Tiere bewirkt jedoch nur eine geringe Umdrehungszahl der Welle. Werden höhere oder auch niedrigere Drehzahlen benötigt, muss die Umdrehung der Hauptwelle über eine Zahnradübersetzung in eine andere Drehzahl umgewandelt werden. Die Drehbewegung der Göpelwelle kann über Antriebswellen oder mittels Riemenantrieb auf externe Arbeitsmaschinen weitergeleitet werden.

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden Göpel verstärkt auch in der Landwirtschaft zum Antrieb unterschiedlicher Arbeitsmaschinen eingesetzt, insbesondere zum Antrieb von Dreschmaschinen. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Dreschmaschinen zunehmend von Dampfmaschinen angetrieben, bis diese abermals von Elektro- oder Dieselmotoren abgelöst wurden. Heute erledigt der Mähdrescher sämtliche Mäh- und Drescharbeit in einem Arbeitsgang.

Hier wird – vermutlich in den 1980er Jahren – die Funktionsweise eines Göpels von einem Berndorfer Bauern vorgeführt.

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