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"Bauernwelt im Kleinformat"

Sonderausstellung im Salzburger Freilichtmuseum, Eingangshalle,
März 2011 - Oktober 2011

 

Das Depot des Salzburger Freilichtmuseums birgt manchen Schatz, der durchaus wert ist, ans Tageslicht geholt zu werden. Hierzu gehört auch eine ganze Reihe von Hausmodellen, die typische in den Salzburger Gauen vertretene Hofformen repräsentieren.

Das Modell als Abbild der Realität eröffnet dem Betrachter einen neuen Blickwinkel auf das Ganze. Es lädt ein, es von allen Seiten gleichzeitig zu betrachten, die Idee, die hinter dem Original steht, in seinen charakteristischen Einzelheiten zu erkennen. Das ist in der Regel beim realen Objekt nicht möglich, das Entdeckte kann aber dann vom Kleinen ins Große übertragen werden - im Fall der Modelle des Freilichtmuseums auf die Museumshäuser im weitläufigen Gelände.
Erläuterungen zu den unterschiedlichen Hofformen bietet zum einen die Reproduktion einer Schulwandtafel mit dem Titel "Bundesland Salzburg - Kulturkarte", zum anderen finden sie sich im Museumsführer, aber auch direkt beim Rundgang durch das Museum.


Die diesjährige Sonderausstellung beschränkt sich allerdings nicht allein auf die Modelle. Denn was ist ein Haus ohne seine Bewohner? So wird auch das Leben im und um das Haus, auf dem Hof dargestellt. Die Hausglocke markiert den Eingang, hier lädt die Bank zum Verweilen ein, der Segensspruch gibt Sicherheit, Wetterhähne drehen sich wie die Fahne im Wind - Warnung an den Menschen, es so nicht zu tun - Katzenfirst und Pfettenbrett stehen gleichermaßen für Abwehr, Schutz und Zierde. Vielfältige Details, die an und in den Häusern zu finden sind, sich aber oft erst auf den zweiten Blick erschließen. Hier heißt es also das Große im Kleinen zu entdecken.
Detailgetreu auch die Zeichnungen, die ergänzend verschiedene Häuser im Museumsgelände zeigen. Auch sie stammen aus der Sammlung des Freilichtmuseums, gehören zu den rund 45.000 Objekten, die nicht in den Häusern direkt ausgestellt sind, sondern in den Depots verwahrt werden.


2011 ist das Internationale Jahr des Waldes und so beschäftigt sich ein Teil der Modellausstellung mit diesem Themenschwerpunkt. Holzziehschlitten als maßstabgetreue Modelle scheuen nicht den Vergleich mit dem direkt daneben präsentierten Original, die Holzknechthütte bietet zusammen mit Fotos Einblicke in die mit dem bäuerlichen Jahreslauf fest verbundene Waldarbeit.
Die "Bauernwelt im Kleinformat" möchte das Interesse an den nicht sofort offensichtlichen Dingen wecken, das Wiedererkennen im Museumsgelände ist ein gewollter Effekt. Und wenn sich dann noch der eine oder andere Modellbauer inspirieren lässt, hat die diesjährige Sonderausstellung ihr Publikum erreicht!

 

   
 
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